Die Mühle
"La Frangitura" (Zerquetschen) kommt von "Frangere", wörtlich übersetzt heisst es: "brechen, zerbrechen". Dieses Wort gab der Olivenmühle ihren Namen: "il Frantoio". In dieser Fase werden Fruchtfleisch und Kern der Oliven mithilfe eines Mühlsteines zerquetscht, der aus zwei grossen Steinrädern besteht, die sich in einer Wanne drehen.
Im nächsten Vorgang, "la Gramolatura", werden die Oliven zerkleinert und in eine homogene Masse verwandelton. Die Paste, die aus dem Quetschvorgang resultiert, wird hierbei durch andauerndes, langes Reiben weiter verfeinert. Dadurch werden die Oel- und Wasseremulsionen, die sich während des Zerquetschens geformt haben, aufgebrochen; kleine Oeltropfen verbinden sich zu immer grösseren Oelmengen, die sich nun leichter vom Pflanzenwasser trennen.
Auch das nachfolgende Auspressen, "la Spremitura", führt man in traditioneller Weise aus, nämlich in Kaltbearbeitung. Die Paste wird auf Scheiben aus Pflanzenfasern aufgetragen, die "fiscoli" genannt werden, und kommt dann unter die Presse. Im Zeitraum einer Stunde erhöht sich der Druck immer mehr und bewirkt so den Austritt einer aus Oel und Wasser bestehenden Flüssigkeit ("olio mosto"). Die Pressrückstände, die auf den Scheiben zurueckbleiben, nennt man "Sansa".
Der letzte Bearbeitungsabschnitt besteht aus der Trennung, "la Separazione", des Oeles von Wasser und Unreinheiten mithilfe eines Schleudervorgangs.
Aus der Zentrifuge quillt nun unser intensiv gold-grün schimmernder Nektar, fertig zur Flaschenabfüllung und zum Verbrauch.
Arbeitsgeräte in einer antiken Mühle.
Auch wenn wir uns nicht mehr der antiken Werkzeuge und Arbeitsgeräte bedienen, garantieren wir den traditionellen Verarbeitungsvorgang, mit dem wir ein biologisches Olivenöl aus hervorragender Qualität und mit klassischem Geschmack herstellen.
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